FAQ



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Allgemein

Was ist genau das Ziel des Vorhabens?

Das Einwohnerportal ist erstens ein Kundenportal, mit welchem die Einwohnerinnen und Einwohner ihre Verwaltungsleistungen, unabhängig von der föderalen Zuständigkeit, bestellen und verwalten können. Zweitens ist es eine  Prozessmaschine, die die Verwaltungsleistungen automatisiert abwickeln und die für die bestellte Verwaltungsleistung benötigten Daten aus den  unterschiedlichen Datenbanken verknüpfen kann. Dadurch entsteht ein doppelter Nutzen. Auf der einen Seite können die Einwohnerinnen und Einwohner ihre Verwaltungsleistungen zentral an einem Ort zu jeder Uhrzeit beziehen, auf der anderen Seite wird die Verwaltung entlastet und kann die vorhandenen Ressourcen effizienter und zielgerichteter einsetzen.

Was ist das erwartete Ergebnis?

Den Benutzerinnen und Benutzern des  Einwohnerportals wird ein zentraler Einstiegspunkt zur Verfügung gestellt,  worin sie alle Geschäfte mit der Verwaltung digital zentral verfügbar haben. Dabei spielt es keine Rolle, welche der föderalen Ebenen Bund, Kanton oder Gemeinde für das Angebot der Leistungen verantwortlich ist. Der Verwaltungskunde soll sich somit in den staatlichen Strukturen nicht auskennen müssen, um zur gewünschten Leistung oder zum gewünschten Service zu gelangen.

Welcher Mehrwert soll generiert werden?

Mit dem Einwohnerportal soll ein echter und spürbarer Mehrwert geschaffen werden. Im Fokus stehen die folgenden Punkte:

  • Steigerung der Kundenfreundlichkeit der Verwaltung gegenüber den Einwohnerinnen und Einwohnern (Verfügbarkeit 24/7/365, Ortsunabhängigkeit, alles aus einer Hand)
  • Reduktion der Schalterkontakte auf der Verwaltung und dadurch Steigerung der Produktivität der Mitarbeitenden
  • (Teil-)Automatisierte Prozessabwicklung dank der Vernetzung unterschiedlicher Datenbanken und Applikationen
  • Steigerung der Arbeitsplatzattraktivität in der Verwaltung durch die Reduktion von repetitiven Arbeiten und dem Einsatz moderner Systeme
  • Entstehung von Einsparungspotenzial in der Verwaltung, trotz der stets steigenden Anspruchshaltung, Aufgaben und Komplexität

Was ist die Alternative?

Die Alternative zu «Digitale Gemeinde» bzw. zum Einwohnerportal wäre, dass jede einzelne Gemeinde bei ihrem Softwareanbieter die Schnittstellen für durchgängige E-Government-Prozesse selbständig in Auftrag gibt. Dies wäre im Gesamten viel aufwendiger und auch viel teurer. Mit dem gewählten Vorgehen wird dagegen sichergestellt, dass die Luzerner Gemeinden in kurzer Zeit möglichst viele durchgängige E-Government-Angebote bieten können. Dies ist jedoch nur möglich, wenn möglichst viele Gemeinden mitmachen und dabei lernen, mit einer gewissen und kalkulierbaren Ungewissheit umzugehen. Einer für alle, alle für einen.

Werden die bestehenden Online-Schalter der Gemeinden an Bedeutung verlieren?

Das Ziel ist, dass auch die Services, welche heute über die Online-Schalter der Gemeinden bezogen werden können, in das Einwohnerportal integriert werden. Während der Entwicklungsphase des Einwohnerportals wird es voraussichtlich zu Doppelspurigkeiten mit den Online-Schaltern geben. Sobald das Einwohnerportal steht und die vorgesehenen Services integriert sind, sollten die Online-Schalter komplett abgelöster werden können. 

Organisation & Vorgehen

Wer unterstützt das Vorhaben?

Digitale Gemeinde ist das kommunale Innovationsprogramm, welches als Gegenstück zum kantonalen Digitalisierungsprogramm Digitaler Kanton betrachtet werden kann. Das Ziel von beiden Programmen ist die Schaffung des gemeinsamen Einwohnerportals. Im Rahmen von Digitale Gemeinde werden die kommunalen Aktivitäten geplant und koordiniert.

 

Digitale Gemeinde wird unterstützt vom Verband Luzernern Gemeinden (VLG), dem Gemeindeschreiber- und Geschäftsführerverband Luzern (GGV) und dem Verband Steuerfachleute Luzerner Gemeinden (VSLG). 

Wie ist das Vorhaben organisiert?

Das Vorhaben «Digitale Gemeinde» wird als Programm nach der Projektmanagementmethodik des Bundes HERMES organisiert. Auftraggeber für das Programm ist der Verband Luzerner Gemeinden. Auf der Umsetzungsebene wird die Fachstelle E-Government Luzern die Koordination mit dem kantonalen Programm «Digitaler Kanton» übernehmen.

Wer sind die Public Innovators?

Informationen zu den Public Innovators finden Sie hier.

Wie ist das grundsätzliche Vorgehen?

Die grosse Fülle an Services und Dienstleistungen kann nicht mittels «Big Bang» implementiert werden. Eine sinnvolle und auch für die Public Innovators nachvollziehbare und abgestufte Vorgehensweise stiftet Vertrauen und Sicherheit.

 

Speziell die Trennung von Front- und Backend-Integrationen soll dazu führen, dass die Implementierung von neuen Prozessen gestaffelt vonstatten geht und Schritt für Schritt ein Ausbau stattfinden kann.

 

Eine Roadmap befindet sich in der Ausfertigung.

Finanzen

Wer finanziert das Vorhaben?

Die Finanzierung des Programms «Digitale Gemeinde» soll während der Realisierungsphase (2021 bis 2024) mit einem Digitalisierungsfünfliber pro Jahr und Einwohner, der paritätisch durch die Gemeinden und den Kanton getragen wird, sichergestellt werden. Für das Jahr 2021 beträgt der Beitrag erst die Hälfte. 

 

Die Gemeinden beteiligen sich mit CHF 2.50 (2021: CHF 1.25) pro Einwohner und Jahr. Der Kanton beteiligt sich im selben Masse mittels Sach- und/oder Finanzleistungen. Hierbei ist zu erwähnen, dass für die Umsetzung des Einwohnerportal die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden mit dem Kanton ein zentraler Erfolgsfaktor bildet.

Weshalb wird das Einwohnerportal nicht wie bei anderen Projekten vom Kanton vorfinanziert?

Das Einwohnerportal ist ein gemeinsames Vorhaben von Kanton und Gemeinden. Es wir die Arbeitsweise in der kantonalen wie auch in der kommunalen Verwaltung verändern. Aus diesem Grund ist es von grosser Bedeutung, dass ich der Kanton und die Gemeinden bei der Entwicklung des Einwohnerportals auf Augenhöhe begegnen. Dies bedingt allerdings auch eine gemeinsame Finanzierung zu gleichen Teilen.

 

Zudem ist mit dem agilen Projektvorgehen eine laufende Umsetzung geplant. Das heisst, den Gemeinden wird das Einwohnerportal voraussichtlich im Laufe des Jahres 2022 zu Verfügung stehen, worauf stets neue Verwaltungsleistungen integriert werden.

 

Weiter ist es möglich, dass gewisse Verwaltungsleistungen in das Einwohnerportal integriert werden, welche für den Kanton nur zweitrangig sind, jedoch für die Gemeinden hohe Priorität haben. Dies ist ein weiterer Grund, weshalb es wichtig ist, dass die Gemeinden gleichberechtigt partizipieren können.

Was wird damit finanziert?

Folgende Arbeiten werden damit finanziert:

  • Projektorganisation
  • Entwicklung Portallösung
  • Modellierung Prozesse
  • Entwicklung Schnittstellen
  • Public Innovators
  • Reserve

Es ist geplant, die Kostenentwicklung laufend und transparent auszuweisen.